Checklist and key to the snakes of Venezuela / Lista sistemática y clave para las serpientes de Venezuela

Im Jahre 1999 erschien das Buch im PaKo Verlag mit der
ISBN 3-9806240-0-5 unter dem Titel:
Checklist and key to the snakes of Venezuela / Lista sistemática y clave para las serpientes de Venezuela

Dieses bilinguale Buch (englisch/spanisch) ist als Bestimmungsbuch für wissenschaftlich arbeitende Biologen – Herpetologen – gedacht, jedoch auch für jeden an der Schlangenfauna des nördlichen Südamerika – speziell Venezuela –Interessierten gerichtet. Es stellt auf dem Gebiet der Systematik das z. Z. wohl umfassendste Werk über die Schlangen von Venezuela dar. Das Buch enthält:

  • Eine systematische Checkliste aller zur Zeit der Drucklegung bekannten 182 Schlangenarten Venezuelas.
  • Bestimmungsschlüssel zu allen Familien, Gattungen, Arten und Unterarten.
  • 90 Farbabbildungen und 69 s/w Zeichnungen.
  • Synonyme und Cresonyme.
  • Eine Übersicht über die endemischen Arten.
  • Alle wissenschaftlichen, englischen und spanischen Namen.
  • Eine tabellarische Übersicht über die weitere Verbreitung in den mittel- und südamerikanischen Ländern.
  • Über 600 Literaturzitate.
  • Ein übersichtlich angeordneter Index zum schnellen Auffinden - auch der Unterarten.


Im Vorwort zu diesem Buch schreibt Prof. Dr. Wolfgang Böhme:

Preface

The author of this highly remarkable and useful book, Paul M. Kornacker, documented already his great competence in respect to Venezuelan snakes 10 years ago, when he translated the monograph of A.R. Lancini („Serpientes de Venezuela“) into German. This translation turned out to be much more than an edition in just another language. Paul M. Kornacker was able to extend the topics and enlarge text and illustrations so substantially that he could justifiedly figure as a coauthor of Lancini’s monograph.

Now he is presenting the result of another big task on the ophidian fauna of his favourite South American country: a bilingual checklist and key covering no less than 57 genera and 156 species plus many subspecies. The extensive synonymy / chresonymy, together with the index of scientific names, will enable the reader to get a fast orientation of any name found in the literature. The elaborate keys will allow reliable identifications. Additional, valuable information can be taken from the appendices which provide species lists of the Venezuelan snakes for South and Central America according to the single countries, and – as a cross-reference – a table summarizing this information in a systematic arrangement, according to the species and subspecies involved.

With this book – I’m sure – Paul M. Kornacker has definitely linked his name with the exploration of the snake fauna of Venezuela in particular and of the Neotropical region in general. It also gives an idea of the high standard of amateur herpetology in Germany which developed there for more than one century in close and mutually effective cooperation between amateur and professional herpetologists (the latter being mostly distinguished from the former by the salary they get for their work). Paul M. Kornacker, however, may have also been „preadapted“ to deal so intensively with Neotropical snakes: In his acknowledgements he thanks his mother Clelia! What else could the destination of her son have been?

Bonn, May 1999 Prof. Dr. Wolfgang Böhme

Prefacio

El autor de este libro sumamente notable y útil, Paul M. Kornacker, ya ha documentado 10 años atrás su gran especialidad científica y competente con respecto a las serpientes de Venezuela, en la traducción al alemán de la monografía de A.R. Lancini (Serpientes de Venezuela). Esa traducción al final resultó ser mucho más que solamente una edición en un otro lenguaje. Paul M . Kornacker ha tenido la capacidad de extender el tema y actualizar texto e ilustraciones tan substancial, que él figura justificamente como coautor de la monografía de Lancini.

En este nuevo libro Paul M. Kornacker presenta, el resultado de un otro gran trabajo sobre la ofidiofauna de su pais favorito en Latino–América: Una lista sistemática y clave bilingüe conteniendo no menos de 57 géneros y 156 especies y varias subespecies. Los amplios sinónimos/cresónimos, juntos con el índice de los nombres científicos, facilitan al lector una orientación rápida encontrando cada nombre en la literatura. Las claves elaboradas permiten una identificación real. Informaciones adicionales valiosas se pueden tomar de los apéndices, los que contienen listas de especies de las serpientes venezolanas para Sur–y Centro–América según los paises correspondientes, y – como remisión – tablas que suman esas informaciones en orden sistemático.

Con este libro – estoy seguro – Paul M. Kornacker ha definitivamente unido su nombre con la exploración de la ofidiofauna venezolana en particular y de la region Neotropical en general. Esto tambien da idea del alto nivel de la herpetología aficionada en alemania, la que se desarrolla desde hace más de un siglo en una cooperación efectiva mutual entre herpetólogos aficionados y profesionales ( los últimos en general se distinguen de los primeros por el salario que reciben para su trabajo). Paul M. Kornacker, sin embargo, tambien podria tener una „preadaptación“ que le llevó a interesarse tan intensivamente por las serpientes neotropicales: En sus agradecimientos, su madre Clelia figura en primer plano! Hacia que otro destino pudo haberse dirigido la vida de su hijo?

Bonn, Mayo 1999 Prof. Dr. Wolfgang Böhme

“”Buchbesprechung in: herpetofauna 1999, 21. Jahrgang, Heft 123

Dieses zweite und nun bilinguale Buch über die Schlangen Venezuelas ist wissenschaftlicher und unterscheidet sich deutlich von Lancini´s Monografie „Die Schlangen von Venezuela“, die von Kornacker vor mehr als 10 Jahren nicht nur ins Deutsche übersetzt, sondern auch in allen Bereichen ergänzt wurde. Betrachtet man jedoch beide Bücher zusammen, so geben sie die derzeit wohl umfassendste Dokumentation über die Schlangen Venezuelas wieder.

Diese Checkliste in Buchform beinhaltet auf 288 Seiten alle zum Zeitpunkt des Druckes bekannten 182 Arten und Unterarten. Das Buch verfügt über eine systematische Liste sowie die neueste Nomenklatur. Jedem Taxon werden sowohl Synonyme als auch zahlreiche Cresonyme, der Locus typicus sowie die Verbreitung in Lateinamerika beigefügt. Besonders wertvoll für den Systematiker und Feldherpetologen sind die ausführlichen Bestimmungsschlüssel sowohl für die Familien und Gattungen als auch für die Arten und Unterarten. Weitere Kapitel sind eine vollständige Liste aller englischen, spanischen und wissenschaftlichen Namen, eine Dokumentation der endemischen Arten, eine vollständige Verbreitungsliste aller Arten in den lateinamerikanischen Ländern von Mexico bis Argentinien, einschließlich Trinidad und Tobago sowie eine nach Ländern geordnete Zusammenstellung. Die Bibliographie enthält 627 Zitate. Über einen ausführlichen Index lassen sich die Arten schnell herausfinden.

Buchbesprechung in: elaphe 2001, 9. Jahrgang, Heft 1

PAUL KORNACKER beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Schlangenfauna von Venezuela und ist bereits als Mitautor der deutschsprachigen Ausgabe eines umfangreichen Werkes über die Schlangen dieses südamerikanischen Staates in Erscheinung getreten (LANCINI & KORNACKER1989: Die Schlangen von Venezuela. - Caracas, Armitano Ed.: 381 S.). Das nun vorgelegte Buch bietet einen aktuellen Überblick über die 182 Schlangenarten Venezuelas mit Bestimmungsschlüsseln zu Familien, Gattungen, Arten und Unterarten. Es ist durchweg zweisprachig in Englisch und Spanisch verfasst. Bis auf einige Übersichtszeichnungen am Anfang des Buches mit den wichtigsten Schuppenmerkmalen der Schlangen (wobei Blindschlangen vernachlässigt wurden), wurde auf Illustrationen der Schlüssel verzichtet. Bei den meisten Gattungen findet sich jeweils eine Kopfzeichnung einer Art der Gattung. In Buchmitte sind 90 überwiegend sehr gute Farbfotos auf Tafeln angeordnet. Die Art- bzw. Unterartkapitel enthalten jeweils eine Synonymieliste sowie Angaben zu Typuslokalität und geographischer Verbreitung. Informationen über Lebensweise und Fortpflanzung sind nicht enthalten.

Nach dem Artenteil (148 Seiten) folgt ein umfangreicher Anhang (92 Seiten) mit Listen zu den Endemiten unter den Schlangen Venezuelas, den Trivialnamen der Schlangen Venezuelas, der Verbreitung der venezolanischen Schlangenarten in den anderen lateinamerikanischen Staaten und eine umfangreiche Bibliographie. Ein Register zu den wissenschaftlichen Namen schließt das Buch ab.

Diese aktuelle Checkliste der Schlangen von Venezuela stellt eine wichtige Informationsquelle dar für jeden, der sich für die Herpetofauna des nördlichen Südamerikas interessiert. Besonders wertvoll sind die Bestimmungsschlüssel und die akribisch erarbeiteten Synonymielisten. Sehr begrüßenswert ist die Zweisprachigkeit des Werkes, die auch Biologen in Lateinamerika den Zugang zu den enthaltenen Informationen ermöglicht. Ich kann diese Buch jedem empfehlen, der sich für die Schlangen der Neotropis interessiert.

GUNTHER KÖHLER

Buchbesprechung in: Spixiana 2001, Band 24, Heft 1

Nach den "Schlangen von Venezuela" (Lancini & Kornacker 1989, Caracas [Armitano Editores], 381 S.) liegt nun die zweite Bearbeitung dieser Tiergruppe aus der Feder Paul Kornackers vor. Geboten wird eine zweisprachig (englisch/spanisch) verfaßte Liste der Schlangen des Landes im Paperback-Format; die für jedes Taxon (Gattung, Art, Unterart) gegebenen Informationen umfassen dessen vollständige Synonymie (inklusive der Cresonyme), sowie bei Arten und Unterarten die Angabe der terra typica und eine Beschreibung des Gesamtareals nach Ländern. In einem zentralen Bildteil sind Farbphotos etwa der Hälfte der aufgeführten Taxa zusammengestellt. Bestimmungsschlüssel ermöglichen eine Determination bis auf Unterartniveau. Schließlich finden sich Listen und Graphiken zu den endemischen Formen des Landes, eine Liste der englischen und spanischen Trivialnamen, sowie eine tabellarische Übersicht der Verbreitung der venezuelanischen Schlangen in allen weiteren Staaten Lateinamerikas. Ein Index sowie ein über 600 Zitate umfassendes Literaturverzeichnis runden das Buch ab.

Gegenüber der teils eher populärwissenschaftlich gehaltenen Darstellung von Lancini & Kornacker (1989) werden mittlerweile 28 weitere, inzwischen für das Land neu nachgewiesene oder neu beschriebene Taxa berücksichtigt (182 aktuell vs. 154). Weiterhin sind in der 1989'er Bearbeitung lediglich Bestimmungsschlüssel enthalten, die eine Gattungs-Determination ermöglichen. Schließlich hätten wohl die jetzt präsentierten umfangreichen Synonymielisten sowie das detaillierte Literaturverzeichnis den Rahmen der älteren Venezuela-Monographie gesprengt bzw. einen Teil des seinerzeit anvisierten, breiten Leserkreises abgeschreckt. Damit wird klar, daß die aktuelle Checkliste keineswegs als gleichrangige Konkurrenz zur ersten Monographie von 1989 zu verstehen, sondern eher als eine Ergänzung dazu gedacht ist.

Die Farbphotos des zentralen Bildteils sind bis auf wenige Ausnahmen gut und lockern (wie auch die als Textabbildungen eingegliederten, überaus genau gezeichneten Portraits) den ansonsten naturgemäß eher trockenen Stoff etwas auf. Dabei hätten die Unterschriften der Photos, die nur aus dem wissenschaftlichen Namen der Art bestehen, aber teils etwas ausführlicher sein können: z.B. fehlen bei den Abb. 43-45 Verweise auf Jugend bzw. Adultfärbung bei Mastigodryas boddaerti und bei Abb. 73 ein Verweis auf den dort dargestellten Geburtsvorgang bei Bothriechis schlegelii. Eine schöne Ergänzung des Buches wäre auch eine tabellarische Übersicht über das Vorkommen der einzelnen Arten in den naturräumlichen Einheiten Venezuelas gewesen. Dies sind letztendlich aber nur randliche, kleinere Defizite, die den insgesamt sehr guten Gesamteindruck kaum schmälern können.

Kornackers Checkliste ist aufgrund ihres relativ geringen Umfangs als Bestimmungswerk auf Exkursionen gut mitzurühren. Darüber hinaus machen die verschiedenen Listen das Werk auch zu einer Datengrundlage für umfassendere Analysen zur Biodiversität. Schließlich ermöglicht das ausführliche Literaturverzeichnis auch wenig erfahrenen Personen einen leichten Einstieg in die Schlangenfauna von Venezuela. Rundum also eine schöne, professionelle (und aus wissenschaftlicher Sicht notwendige) Ergänzung der trüberen Darstellung, die in keiner Literatursammlung zur südamerikanischen Reptilienfauna fehlen darf. Es ist zu hoffen, daß besonders durch die nun zur Verfügung stehenden, umfassenden Bestimmungshilfen die Erforschung der Schlangenfauna des Landes weiterhin katalysiert wird, ein Effekt der sich zuvor schon bei vielen ähnlichen Werken eingestellt hat.

M. FRANZEN

Buchbesprechung in: Natur und Museum 2002, Band131, Heft 3

PAUL KORNACKER beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Schlangenfauna von Venezuela und ist bereits als Mitautor der deutschsprachigen Ausgabe eines umfangreichen Werkes über die Schlangen dieses südamerikanischen Staates in Erscheinung getreten (LANCINI & KORNACKER 1989: Die Schlangen von Venezuela. - Caracas, Armitano Ed.: 381 S.). Das nun vorgelegte Buch bietet einen aktuellen Überblick über die 182 Schlangenarten Venezuelas mit Bestimmungsschlüsseln zu Familien, Gattungen, Arten und Unterarten. Es ist durchweg zweisprachig in Englisch und Spanisch verfaßt. Bis auf einige Übersichtszeichnungen am Anfang des Buches mit den wichtigsten Schuppenmerkmalen der Schlangen (wobei Blindschlangen vernachlässigt wurden), wurde auf Illustrationen der Schlüssel verzichtet. Bei den meisten Gattungen findet sich jeweils eine Kopfzeichnung einer Art der Gattung. In Buchmitte sind 90 überwiegend sehr gute Farbfotos auf Tafeln angeordnet. Die Art- bzw. Unterartkapitel enthalten jeweils eine Synonymieliste sowie Angaben zu Typuslokalität und geographischer Verbreitung. Informationen über Lebensweise und Fortpflanzung sind nicht enthalten. Nach dem Artenteil (148 Seiten) folgt ein umfangreicher Anhang (92 Seiten) mit Listen zu den Endemiten unter den Schlangen Venezuelas, zu den Trivialnamen der Schlangen Venezuelas, zur Verbreitung der venezolanischen Schlangenarten in den anderen lateinamerikanischen Staaten und eine umfangreiche Bibliographie. Ein Register zu den wissenschaftlichen Namen schließt das Buch ab. Diese aktuelle Checkliste der Schlangen von Venezuela stellt eine wichtige Informationsquelle dar für jeden, der sich für die Herpetofauna des nördlichen Südamerikas interessiert. Besonders wertvoll sind die Bestimmungsschlüssel und die akribisch erarbeiteten Synonymielisten. Sehr begrüßenswert ist die Zweisprachigkeit des Werkes, die auch Biologen in Lateinamerika den Zugang zu den enthaltenen Informationen ermöglicht. Ich kann diese Buch jedem empfehlen, der sich für die Schlangen der Neotropis interessiert.

GUNTHER KÖHLER

Buchbesprechung in: Sauria 2002, Band 24, Heft 2

Buchtipp: Uneingeschränkte Kaufempfehlung, ein Muß für jedes Bücherregal! - so oder so ähnlich hätte der Rezensent mit wenigen Worten diese Buchbesprechung abschließen und der SAURIA-Redaktion zur Veröffentlichung vorlegen können. Dem Leser sei aber an dieser Stelle ein ganz ausgezeichnetes Buch etwas näher vorgestellt. KORNACKERS Veröffentlichung „Checklist and Key to the snakes of Venezuela / Lista sistematica y clave para las serpientes de Venezuela" erscheint im Eigenverlag. Sein Bemühen galt seit jeher der Herpetofauna Mittel- und Südamerikas. Insbesondere der venezulanischen Herpetofauna widmete er in den letzten Jahren einen Großteil seiner Arbeit. KORNACKER verdanken wir nicht nur die Übersetzung des LANCINI Werkes „Serpentes de Venezuela" in die deutsche Sprache, sondern auch dessen gelungene Überarbeitung und Erweiterung. KORNACKER ist eine Kapazität; so ist seine neuerliche herpetologische Wortmeldung ein wissenschaftliches Fachbuch, das diesen Namen auch verdient. In angenehmer Art und Weise sticht es aus der Masse der Neuerscheinungen hervor. Zwar bieten weder Titelgestaltung noch Layout etwas Spektakuläres; kein Hochglanzpapier, das von Defiziten ablenken soll. Inhalt ist bei Kornacker angesagt, und der hat es in sich: Die vorliegende Checkliste ist bilingual (englisch/spanisch) verfaßt. Sie unifaßt 57 Gattungen und nicht weniger als 156 Arien. Zu allen Familien, Gattungen, Arten und Unterarten wird ein verläßliches Schlüsselwerk geliefert. Der eigentliche Wert dieser Checkliste besteht aber m den Synonym- und Chresonymiisten. Jeder Autor der sich mit einer Veröffentlichung über Schlangen des venezianischen Raumes trägt, sollte künftig KORNACKERS Checkliste als wichtigstes Hilfsmittel auf seinem Schreibtisch liegen haben. 89 Farbfotos und eine Farbkarte auf Tafeln, 69 Textabbildungen und Zeichnungen, sowie eine Vielzahl von Tabellen gibt es quasi als Zugabe obendrein.

KORNACKERs Bearbeitung ist vorbildlich und wenn es schon nichts zu kritisieren gibt, möchte der Rezensent zumindest einen Wunsch äußern: Einer zweiten Auflage würden etwas größere und vor allem weniger farbstichigere Abbildungen gut zu Gesicht stehen. Vielleicht sogar das ein oder andere Foto mehr. In jedem Fall, und dies sei hier besonders hervorgehoben, stellt KORNACKERS Checkliste nicht nur eine Empfehlung dar, sondern vielmehr sollte sie als neues Standardwerk und Referenz zwingend den Weg in die Buchregale all derer finden, die sich mit der Herpetofauna Venezuelas, bzw. Lateinamerikas oder auch allgemein mit Schlangen befassen.

A. GUMPRECHT

Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde

Besprechung auf der Internetseite der DGHT unter www.dght.de

Bücher, die sich mit der regionalen Herpetofauna eines südamerikanischen Landes befassen, sind eher die Ausnahme auf dem Büchermarkt. Mit der nun vorliegenden bilingualen Publikation über die Schlangen Venezuelas hat der Autor Paul M. Kornacker nach dem 1989 erschienenen deutschsprachigen Buch "Die Schlangen von Venezuela" nun sein zweites Werk, dieses Mal in Englisch und Spanisch, vorgelegt. Obwohl nur 10 Jahre später, konnten 7 neue Gattungen und insgesamt 28 Arten und Unterarten neu hinzugefügt werden. Auf 270 Seiten werden alle 182 bekannten Arten und Unterarten der venezolanischen Schlangen dokumentiert. Eine Checkliste, in systematischer Ordnung gegliedert, beinhaltet für alle Taxa sowohl Synonyme als auch zahlreiche Chresonyme mit ihren entsprechenden Literaturzitaten. Ein wesentlicher Bestandteil des Buches sind die in die Checkliste mit eingearbeiteten hilfreichen Bestimmungsschlüssel , die bis auf Unterartniveau herabreichen. Somit ist dieses Buch nicht nur für den ambitionierten Amateurherpetologen interessant, für den an lateinamerikanischen Schlangen arbeitenden Herpetologen ist es gar unerlässlich. Die den jeweiligen Gattungen beigefügten, äußerst detailgenauen Kopfgraphiken sowie weitere Zeichnungen und Tabellen lockern den ansonsten kompakten Gesamteindruck auf. Weitere Kapitel dieses Buches widmen sich den endemischen Arten Venezuelas und der Verbreitung der Gattungen, Arten und Unterarten in den anderen mittel- und südamerikanischen Ländern, einmal ländergeographisch geordnet und einmal zur raschen Orientierung als Übersichtstabelle dargestellt. Außerdem enthält das Buch eine Übersicht der englischen und spanischen Namen sowie eine äußerst umfangreiche Bibliographie mit 629 Zitaten. Abgerundet wird dieses Werk durch einen in der Mitte des Buches eingearbeiteten 16-seitigen Farbtafelteil mit 89 überwiegend im Freiland fotografierten Schlangen und einer Venezuelakarte.


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