Herpetologie und Naturschutz
Seit etwa 40 Jahren zählen Amphibien und Reptilien zu meinen bevorzugten Tieren.
Schon als Kind brachte ich Frösche, Kröten, Molche und Blindschleichen von meinen „Exkursionen“ mit nach Hause, um sie in selbstgebastelten Terrarien zu beobachten. Bald stellten sich Erfolge und die ersten Nachzuchten ein. Bei über 30 verschiedenen Amphibien und Reptilienarten gelang die Nachzucht, darunter auch bei den zur damaligen Zeit so außergewöhnlichen Arten wie die Afrikanische Dornschwanzagame (Uromastyx acanthinurus), der Grüne Leguan (Iguana iguana) oder der Indischen Schmucknatter (Elaphe helena), die gar als zweite europäische Nachzucht in die Terraristik einging.
Seit nunmehr über 30 Jahren beschäftige ich mich nicht nur hobbymäßig, sondern auch wissenschaftlich mit der Herpetologie (die Lehre der Reptilien und Amphibien). Aus dieser Leidenschaft resultieren zahlreiche Expeditionsreisen in die verschiedensten Länder der Erde, zu allen Kontinenten.
Verschiedene Veröffentlichungen in Fachzeitschriften (u. a. Biological Conservation oder Salamandra), einige Bücher, aber auch zahlreiche Fotodokumentationen sind bislang die Ergebnisse meiner Tätigkeiten. Die Artikel sind sowohl populärwissenschaftlich als auch wissenschaftlich gehalten und sind zum Teil Ergebnisse eigener Untersuchungen.
- 1986 erhielt ich den Auftrag das Werk „Serpientes de Venezuela“ von A.R. Lancini ins deutsche zu übersetzen. 1989 erschien dieses Buch als übersetzte und neubearbeitete deutsche Ausgabe.
- Als Ko-Autor hatte ich die ehrenvolle Aufgabe an der Neuauflage des terraristischen Klassikers „Die Terrarientiere“ von Dr. G. Nietzke mitzuarbeiten. Der Band 2 erschien 1998, der Band 3 1999, nur wenige Monate nach dem Tod von Dr. Nietzke.
- Ebenfalls 1999 erschien die „Checklist and key to the snakes of Venezuela“ als bilinguales Werk in englischer und spanischer Sprache.
Zwischen 1982 und 1998 leitete ich die Stadtgruppe der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) in Bonn.
Von 1985 an kam hauptberuflich der Naturschutz hinzu. Beim Bundesamt für Naturschutz in Bonn war ich bis 1999 überwiegend mit Feldforschung zum Thema Habitatfragmentierung und Barrierewirkung auf die epigäische Arthropodenfauna beschäftigt. Zu meinem Aufgabenbereich gehörten neben Laborarbeiten wie Elektrophorese auch die Bestimmung von Spinnen und der Aufbau einer wissenschaftlichen Belegsammlung.